Ausharren – aber wie lange noch?

Ausharren ist nicht unbedingt ein Wort, das wir gerne in unserem Wortschatz haben wollen, geschweige denn es praktizieren. In unserer heutigen Gesellschaft muss alles immer sofort und am Besten schon gestern hier sein. Nur ja nicht warten müssen. Und genauso machen wir es oft auch im Glaubensleben bzw. mit Jesus. Doch die Bibel fordert uns immer wieder auf, dass wir auf Gott harren sollen. Was genau bedeutet eigentlich harren? Harren bedeutet einerseits sich gedulden, auf etwas warten, es heisst aber auch, etwas erwarten, mit etwas rechnen, den Mut nicht sinken lassen, ausschauen,… In diesem Sinne ist harren eigentlich ein sehr hoffnungsvolles Wort und das Praktizieren davon enorm verheissungsvoll. In Micha 7,7 steht folgendes:

Ich aber will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.

Dieser Vers zeigt, dass du und ich die Wahl haben uns zu entscheiden auf wen oder was wir schauen, bzw. auf wen wir harren wollen. Harren erfordert eine Entscheidung deinerseits, dass du sagst: Ja, ich will! Du entscheidest, ob du auf Jesus oder auf die Umstände sehen willst. Du entscheidest, ob du auf Jesus harrst oder aufgibst. Dieser Vers zeigt aber auch noch etwas anderes. Wenn du dich entscheidest auf Gott zu schauen und auf Ihn zu harren, dann ist es eine absolute Gewissheit, dass Gott dich erhören wird! WOW! Da steht nicht, vielleicht wird Gott erhören, oder wenn du genug betest wird Gott erhören, wenn du gut genug bist wird Gott erhören, nein, wenn du auf Gott schaust und auf Ihn harrst, dann wird Gott dich erhören. Ohne wenn und aber. Du hast hier die absolute Gewissheit, dass Gott dich erhören wird.

In Psalm 27,14 heisst es:

Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Inmitten der schwierigen Umstände kannst du getrost und unverzagt sein, weil du auf Gott harrst. Gib nicht auf! Harre des HERRN.
Als Jakob am Jabbok kämpfte, sagte er folgendes:

Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. 1. Mose 32,27

Genau diese Haltung sollten wir auch einnehmen. Entscheide dich auf Gott zu harren und lass nicht davon ab bis du den Durchbruch hast. Jesus will dir helfen und Er will dich segnen. Bist du bereit auf Gott zu schauen und auf Ihn zu harren, auch dann wenn es schwierig ist? Bist du bereit wie Jakob hinzustehen und zu sagen: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn. Das ist harren in Aktion! Jakob wusste, dass er von Gott empfangen wird. Darum liess er nicht locker. Er harrte! Was tust du?

Und wenn es anders kommt als geplant?

Hast du dich auch schon gefragt, was schief gelaufen ist, weil etwas im Leben anders gekommen ist als geplant? Warum laufen wir gerade dann oft von Gott weg? Warum fällt es uns dann so schwer, an die Güte Gottes zu glauben? Eine Bibelstelle die mir sehr wichtig geworden ist, ist Jeremia 29,11-14:

Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet. wörtlich: dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

Was für einen wunderbaren Gott wir doch haben! Mitten im finsteren Tal, mitten in schwierigen Umständen gibt Gott uns Seine Zusage: Er hat alles im Griff, Er führt uns heraus, Er wendet unser Geschick zum Guten, Er hört und erhört uns!
Die Frage ist nicht, ob es tatsächlich stimmt, die Frage ist: bist du bereit Gott zu vertrauen? Bist du bereit ihn ernst zu nehmen? Ihn beim Wort zu nehmen? Gott will, dass es dir gut geht! Er hat nur gute Gedanken über dich, auch dann, wenn alles um dich herum zu zerfallen droht.
Manchmal stecken wir in den Schwierigkeiten des Lebens fest, weil wir die Umstände nehmen und daran Gottes Güte messen. Aber das ist der falsche Weg. Wir sollten Gottes Wort nehmen, den Umständen entgegenhalten und sehen wie Er Sein Wort in unserem Leben zur Erfüllung bringt! Wenn Gott etwas sagt, dann meint er es auch so. Wir dürfen und sollen ihn beim Wort nehmen und vertrauen, dass Er es ernst meint.

Wann hast du das letzte Mal Gott angerufen? Wann hast du das letzte Mal Gott gebeten? Seine Antwort lautet: Er wird dich erhören! Aber zuerst musst du ihn anrufen.
Wann hast du Gott das letzte Mal gesucht? Seine Antwort lautet: Er wird sich finden lassen! Aber zuerst musst du ihn suchen.
Gib nicht auf, wenn es vielleicht ein wenig länger dauert als du dir vorstellst. Denn Gottes Zusage ist gewiss:

Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Matthäus 7,7-8

Wenn es im Leben anders kommt als geplant, heisst das nicht, dass Gott uns vergessen hat oder wir unsere Träume und Hoffnungen begraben müssen. Es bedeutet auch nicht, dass wir alles akzeptieren und uns damit abfinden müssen. Im Gegenteil, gerade dann heisst es, aufzustehen, kühn und mutig sein und Gottes Wort den Umständen entgegenhalten. Nicht aufgeben sondern Gott suchen und ihm vertrauen. Jesus ruft dich und will dir helfen. Was wirst du antworten?

Rut – selbstlose Liebe

Rut war eine mutige und starke Frau. Sie hat ihren Mann verloren, aber aus Liebe zu ihrer Schwiegermutter gab sie alles auf was sie kannte und ging mit ihr in ein fremdes Land, zu einem fremden Volk. Ihre Aussage beeindruckt mich sehr:

Rut antwortete: Rede mir nicht ein, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden. Rut 1,16-17

Rut lebt eine absolute Treue und eine durch und durch selbstlose Liebe. Ihr Bedürfnis steht nicht im Vordergrund, sie stellt Noomis Bedürfnisse vor ihre eigenen. Es war bestimmt nicht einfach, alles was man kennt zu verlassen und sich aufzumachen in eine ungewisse Zukunft. Aber Rut tat genau das. Und sie wurde auch reich dafür belohnt. Rut wurde zu einer Frau, die von anderen geschätzt und geachtet wurde. Was sie getan hatte sprach sich herum und liess sie Gnade finden vor Boas, der sie auf seinem Feld Ähren auflesen liess.

Boas antwortete und sprach zu ihr: Man hat mir alles angesagt, was du getan hast an deiner Schwiegermutter nach deines Mannes Tod; dass du verlassen hast deinen Vater und deine Mutter und dein Vaterland und zu einem Volk gezogen bist, das du vorher nicht kanntest. Der HERR vergelte dir deine Tat, und dein Lohn möge vollkommen sein bei dem HERRN, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest. Rut 2,11-12

Die ganze Zeit hält Gott seine Hand über Rut und ebnet den Weg vor ihr. Alles was sie tat war treu und gehorsam zu sein und Liebe zu leben. Sie befolgt Noomis Rat und tut genau das, was sie ihr sagt. Dies führt dazu, dass sie Boas heiratet, einen Sohn bekommt und somit die Stammutter Davids wird. Wow, was für eine Veränderung. Nachdem Rut ihren Mann verloren hatte, alles was sie kannte aufgab und sich in eine ungewisse Zukunft begab, wird sie reich belohnt und entschädigt für all ihre Entbehrungen. Gott führt sie hinaus aus der Tiefe, hinein in eine glorreiche Zukunft, voller Hoffnung und Liebe. Das ist Gott! Auch wenn es noch so schlimm aussieht, Er kennt immer einen Ausweg. Er belohnt es immer, wenn wir ihm vertrauen und uns ihm ganz hingeben. Vielleicht bedeutet das, einen Weg zu gehen den wir nicht gehen wollen. Aber, wir werden herauskommen aus der Tiefe und hinein in eine glorreiche Zukunft!

Abraham – Glaube auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war

Abraham wird als der Vater des Glaubens bezeichnet und ich glaube wir können viel von ihm lernen. Gott verheisst Abraham, dass seine Nachkommen so zahlreich sein werden wie die Sterne am Himmel. Das Problem war nur, Abraham hatte kein Kind. Er und Sara waren auch schon so alt, dass sie keine Kinder mehr bekommen konnten. Stell dir vor, du bist 90 oder 100 Jahre alt, hast keine Kinder und kannst auch keine mehr bekommen und nun sagt dir Gott, dass deine Nachkommen so zahlreich sein werden wie die Sterne am Himmel! Wow, eine ziemliche Aussage! Menschlich gesehen ein Ding der Unmöglichkeit! Keine Chance, aus Ende, keine Hoffnung! Eine durch und durch hoffnungslose Situation, aber Gott hat kein Problem damit! Im Gegenteil, mitten in der Hoffnungslosigkeit gibt Gott eine Verheissung voller Hoffnung! Das ist faszinierend!

Sara hat gelacht, als sie hörte, dass sie in ihrem Alter noch ein Kind gebären sollte. Gottes Antwort darauf war:

Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? 1. Mose 18,14

Vielleicht befindest du dich auch gerade in einer durch und durch hoffnungslosen Situation. Wie sieht es bei dir aus? Lachst du auch über Gottes Verheissungen? Gottes Antwort an dich ist dieselbe wie an Sara: Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?
Wie oft finden wir uns mit Situationen und Umständen ab, werden verbittert und geben die Hoffnung auf, weil wir Gott nicht glauben was er uns sagt? Weil wir nicht glauben, dass Gott auch aus dem tiefsten Tal den Ausweg kennt. Weil wir nicht glauben, dass Gott auch mich persönlich hinausführt? Es ist unsere Entscheidung, ob wir glauben oder nicht. Du musst entscheiden, Gott wird das nicht für dich tun.

Abraham hielt an den Verheissungen Gottes fest! Er glaubte Gott, obwohl er nichts sah. Er glaubte Gott auch dann noch, als die Jahre ins Land zogen und noch immer kein Kind da war. Und er wurde belohnt! Gott führte Abraham ans Ziel! Abraham bekam ein Kind und wurde ein Vater vieler Völker!

Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist (1.Mose 15,5): »So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.« Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Leib der Sara. Denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun. Römer 4,18-21

Abraham glaubte auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war! Befindest du dich auch in einer Situation, wo es nichts zu hoffen gibt? Vielleicht haben die Ärzte die Hoffnung für dich aufgegeben, die Beziehung ist am Boden oder im Geschäft läuft alles anders als es sollte. Was willst du tun? Willst du wie Abraham glauben auf Hoffnung, wo es nichts zu hoffen gibt? Oder willst du dich lieber mit der Hoffnungslosigkeit abfinden und aufgeben?
Es mag sein, dass wenn du dich entscheidest wie Abraham zu glauben, dass Menschen dich nicht verstehen, sich von dir abwenden, über dich lächeln, usw. Aber du kannst sicher sein, dass Gott sich riesig freuen wird, wenn du ihm vertraust und ihm glaubst, trotz allem!
Lasst uns zusammenstehen und wie Abraham glauben auf Hoffnung, wo es nichts zu hoffen gibt und mit ihm sagen: Was Gott verheisst, das kann er auch tun!

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebräer 11,1

Auf was hoffst du? Heilung? Befreiung? Wiederherstellung? Wegweisung? Halte daran fest, lass dich nicht davon abbringen! Setze deine Hoffnung in Jesus allein! Er kann, will und wird dich ans Ziel bringen! Glaube und du wirst sehen wie sich deine Situation verändert und du wie Abraham das Ziel erreichst und sichtbare Resultate siehst!

Josef – bedingungslose Treue

Eines haben all die grossen Männer und Frauen in der Bibel gemeinsam: sie alle gingen durch tiefe, schwierige Leidenszeiten, aber sie sahen die Güte Gottes in ihrem Leben und wurden reich belohnt. Ich glaube, wir können viel von ihnen lernen. Leidenszeiten sind nicht unbedingt das, was wir gerne haben. Oft denken wir sogar, dass Gott uns verlassen hat. Doch so ist es nicht.

Josef war der Liebling seines Vaters wurde aber von seinen Brüdern verachtet. Über seine Träume machten sie sich lustig und er wurde auch nicht wirklich ernst genommen. Man könnte sagen, Josefs Feinde waren seine eigene Familie. Trotz allem sehen wir, dass Josef schon früh Gehorsam lernte. Als ihn sein Vater zu seinen Brüdern schickte, tat er, was ihm aufgetragen wurde. Dann die Tragödie, Josef wird von seinen eigenen Brüdern nach Ägypten verkauft. Aus menschlicher Perspektive eine absolut hoffnungslose Situation: einsam, verlassen und versklavt in Ägypten. Aber Gott war mitten im Leid bei Josef:

Und der HERR war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles glückte. Und er war in seines Herrn, des Ägypters, Hause. 1. Mose 39,2

Durch den Segen Gottes fand Josef Gnade vor Potifar, so dass er über dessen ganzes Haus gesetzt wurde. Und Gott belohnte dies, indem er das Haus des Potifars segnete. Nun schien es endlich bergauf zu gehen. Doch kaum geht es ein wenig besser, kommt schon der nächste Schlag. Potifars Frau versucht Josef zu verführen, doch Josef war es wichtiger Gott gehorsam zu sein und nicht zu sündigen. Für diesen Gehorsam bezahlte er einen hohen Preis. Er wird unschuldig ins Gefängnis geworfen. Und wieder eine hoffnungslose Situation. Aber Gott ist auch da mitten drin. Er segnete Josef und liess ihn Gnade finden vor dem Amtmann über das Gefängnis.

Bedingungsloser Gehorsam Gott gegenüber kann dich unter Umständen einen hohen Preis kosten. Doch eines ist sicher: Gott wird dich niemals verlassen. Auch dann nicht, wenn alle anderen es tun oder du dich in schrecklichen Umständen befindest. Gott kann, will und wird dich auch mitten im Leid segnen. Ihm sind keine Grenzen gesetzt. Aber bist du bereit ihm zu vertrauen? Auch dann wenn dir der Sinn ganz und gar nicht danach steht?

Es dauerte zwei Jahre bis wieder an Josef gedacht wurde. Schliesslich führte ihn sein Weg bis zum Pharao. Beeindruckend, welche Hingabe Josefs Leben prägt. Er gibt Gott die Ehre und lässt keinen Zweifel daran, dass es Gott ist, der ihm Weisheit verschaffen hat. Der Pharao sieht, dass Gott mit Josef ist und macht ihn zum zweitstärksten Mann in Ägypten. Wow, welch ein Weg! Josef ging durch tiefe Leidenszeiten: verachtet, einsam, verlassen, versklavt, verleumdet, unschuldig im Gefängnis, vergessen und doch hält er an Gott fest. Josefs Treue Gott gegenüber beeindruckt mich! Und dann erhöht ihn Gott, Er belohnt Josefs Vertrauen, seine Treu und seinen Gehorsam.

Auch wenn du tief unten durch musst, wenn die Leidenzeiten gross und fast unerträglich sind, so ist eines gewiss: Gott selbst ist mit dir. Er verlässt dich nicht. Ja Er wird dich erhöhen und belohnen. So kannst du getrost sein, Gott treu bleiben, ihm gehorsam sein und dein ganzes Vertrauen auf Gott setzen. Er wird dich hinausführen.

Für Josef wendete sich schliesslich alles zum Guten. Er wurde reich belohnt. So konnte er am Ende sagen:

Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen. 1. Mose 50,20

Gott gedachte es gut zu machen! Und wie Gott es für Josef gut zu machen gedachte, so gedenkt Er es auch für dich gut zu machen! Egal wie es im Moment aussieht, egal wie schwierig und aussichtslos es scheinen mag, Gott gedenkt es gut zu machen! Darum wird es auch in deinem und meinem Leben sichtbar werden: Gott gedachte es gut zu machen! Auch mit dir und mir! Halte dich an Jesus fest, lass nicht los! Du wirst staunen wie Gott alles zum Guten wenden wird! Vertraue Ihm!

Von Gott empfangen – aber wie?

Wie empfängt man die Segnungen Gottes? Scheint es nicht oftmals so schwierig und anstrengend zu sein? Vermutlich ist das deshalb so, weil wir Menschen oft die Sache kompliziert machen, obwohl es doch so einfach wäre.

Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteil werden. Markus 11,24

Wenn wir beten, dann sollen wir glauben, dass wir empfangen um was wir gebeten haben. In der Elberfelder Übersetzung heisst es sogar: glaubt, dass ihr es empfangen habt.
Glaube kommt aus dem Hören des Wortes Gottes (Römer 10,17). Um also überhaupt Glauben haben zu können, müssen wir wissen, was Gott sagt. Dann braucht es unsere Entscheidung zu glauben. Denn Glaube ist in erster Linie eine Entscheidung, darum kann auch jeder glauben, weil jeder eine Entscheidung treffen kann.

Wie empfangen wir Dinge im alltäglichen Leben? Wenn dir jemand ein Geschenk gibt, dann streckst du deine Hand aus, nimmst es an und sagst Danke. Simpel und einfach, ganz ohne Anstrengung. Genau so sollen wir es auch mit den Segnungen Gottes tun. Unsere Hand ausstrecken (vielleicht hilft es dir, wenn du es wirklich tust, nicht nur im übertragenen Sinne) die Segnung in Empfang nehmen und Danke sagen. Wir müssen es nicht kompliziert machen, wenn doch Gott es so einfach gemacht hat. Wenn du danke sagst, dann hast du empfangen! Das ist gewaltig! Du sagst danke, auch wenn du noch nichts siehst, das ist Glaube.

Du brauchst keinen Glauben für Dinge die du sehen kannst. Aber wenn du im Glauben stehst für etwas, dann fange an danke zu sagen. Danke zu sagen, dass es vollbracht ist. Danke zu sagen, dass du es bereits hast. Danke zu sagen, dass du es sehen wirst. Wie sieht das praktisch aus? Vielleicht glaubst du für Finanzen. Gott hat gesagt, dass er allem Mangel abhelfen wird.

Mein Gott aber wird all eurem Mangel abhelfen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus. Philipper 4,19

Fange an Gott zu danken, dass er deine Finanzen gesegnet hat. Danke Ihm, dass er allem Mangel abhilft. Danke Ihm, dass du genug hast um alle Kosten abzudecken. Ja du kannst ihm sogar dafür danken, dass du mehr als genug hast.

Glaubst du für Heilung? Fange an Gott zu danken, dass er dein Arzt ist. Danke Ihm, dass du durch Jesu Wunden geheilt bist. Danke Ihm, dass dein Körper vollständig wieder hergestellt ist.

Wenn du so anfängst zu beten, dann kann es gut sein, dass Leute dich komisch ansehen und denken du wärst total durchgeknallt. Lass sie denken was sie wollen, denn du hast nur den Auftrag Gott gehorsam zu sein. Gott wird dich nicht enttäuschen! Denn es heisst:

Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden. Römer 10,11

Gott steht IMMER zu seinem Wort!

Blinde sehen, Lahme gehen,…

Vor einiger Zeit habe ich eine absolut geniale Entdeckung in der Bibel gemacht. In Matthäus 11 schickt Johannes der Täufer seine Jünger zu Jesus um ihn zu fragen, ob er derjenige ist, der da kommen soll oder ob sie auf einen anderen warten sollen. Jesus schickt die Jünger zurück und sagt ihnen sie sollen Johannes sagen was sie sehen und hören:

Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt. Matthäus 11,5

Die Parallelstellen zu diesem Vers sind in Jesaja zu finden:

Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. Jesaja 35,5-6

Wow, was für eine Aussage. Jesus ist gekommen, damit genau dies möglich wird: Blinde sehen, Lahme gehen, Stumme sprechen! Jesus ging umher und heilte die Kranken.

Jesaja scheint eine Prophetie für die Zukunft zu sein. Jesus selbst nimmt Bezug auf Jesaja. Durch Jesus wurde diese Prophetie erfüllt. Ja mehr noch, durch Jesus ist eine neue Zeit angebrochen. Durch Jesus wurde das Unmögliche möglich: Kranke werden gesund! Und das Beste ist, wir leben heute in dieser Zeit! Jesus war nicht das Ende der Krankenheilung, nein, Er war der Anfang. Durch ihn wurde Heilung erst für jedermann zugänglich. Durch Jesus wurde Heilung vollbracht!
Jesus hat gesagt, dass wir die gleichen Werke tun werden wie er und noch grössere (Johannes 14,12). Jesus fordert uns also auf, seinen Dienst weiter zu führen. Heilung war ein wesentlicher Teil des Wirkens Jesu. Also sollte Heilung auch heute bei uns ein wesentlicher Teil sein.

Was braucht es dazu? Ich glaube es braucht simpel und einfach unsere Entscheidung. Unsere Entscheidung Gott ernst zu nehmen, unsere Entscheidung zu sagen: Ja Jesus, ich will! Mehr braucht es gar nicht. Wir können uns entscheiden zu glauben. Darum lasst uns Ja sagen und von Herzen anfangen zu glauben und zu beten. Ich bin sicher, wir werden Grosses sehen, denn Gott will etwas tun. Aber er wartet auf unser JA!

Glaube ist eine Entscheidung

Gerade habe ich eine Predigt gehört, die mich total ermutigt hat. Es ging um die Bibelstelle in Markus 9, als ein Vater mit seinem Sohn zu Jesus kam und um Heilung für ihn bat. In Vers 24 heisst es:

Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Offensichtlich hatte der Vater mit Unglauben zu kämpfen, sonst hätte er ja kaum gesagt, dass Jesus seinem Unglauben helfen soll. Das Interessante ist, dass hier zum Ausdruck kommt, dass Glaube immer in erster Linie eine Entscheidung ist. Du kannst im Herzen glauben, auch wenn du im Kopf Zweifel hast. In jeder schwierigen Situation, vor jeder Herausforderung haben wir die Wahl eine Entscheidung zu treffen. Wir können uns für Glauben entscheiden, egal wie wir uns fühlen, egal wie viele Zweifel wir haben, egal wie gross die Ängste in uns sein mögen, egal wie es um uns herum aussieht, wir können uns IMMER für Glauben entscheiden. Das finde ich absolut befreiend und eine Entscheidung zu treffen ist machbar. Mich zu entscheiden ist etwas was ich tun kann, immer und überall.

Statt uns für Glauben zu entscheiden, fragen wir uns oft wie wir Zweifel, Unglaube und Ängste überwinden oder beseitigen können. Oftmals sind wir frustriert, weil wir einfach nicht weiterkommen. Und eigentlich drehen wir uns dabei nur um uns selbst und schauen auf uns, statt auf Jesus. Lasst uns aufhören gegen Zweifel, Unglaube und Ängste zu kämpfen und uns stattdessen entscheiden zu glauben!

Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. 2. Korinther 4,8-9

Eine ganz interessante Bibelstelle. Der erste Teil des Satzes drückt irgendwie aus, was gerade geschieht, der zweite Teil drückt die Entscheidung zu glauben aus. Das zu glauben, was ich noch nicht sehe. In Vers 13 wird vom Geist des Glaubens gesprochen. Geist des Glaubens heisst, jedes Mal die Entscheidung für Glauben zu treffen. In dem Moment, in dem du die Entscheidung getroffen hast, hast du alles was du brauchst. Jetzt musst du nur noch feststehen. Glaube ist auch eine feste Überzeugung. Aber die Überzeugung kann auch nach der Entscheidung wachsen. Die Entscheidung hilft der Überzeugung.

Ich glauben, dass wenn wir anfangen uns bewusst für Glauben zu entscheiden, wir echte Befreiung erleben werden!

Es ist unmöglich, dass Gott lügt!

Heute bin ich „zufällig“ auf folgenden Teil aus dem Vers in Hebräer 6,18 gestossen:

DENN ES IST UNMÖGLICH, DASS GOTT LÜGT!

Ich habe dann den ganzen Text gelesen der unter der Überschrift „Das Festhalten an der Verheissung“ steht. Da ist mir etwas bewusst geworden. Wie oft geschieht es, dass wir wissen was Gott gesagt hat, aber wenn es in unserem Leben nicht sofort auch so aussieht, dann zweifeln wir und fragen uns, ob es auch wirklich stimmt. Oder wir suchen Erklärungen warum es bei uns eben anders ist. Eigentlich völlig absurd. Denn hier steht es ja schwarz auf weiss, es ist unmöglich, dass Gott lügt!!!

Komisch eigentlich, dass bei Schwierigkeiten unser erster Gedanke ist, Gott hat es vielleicht anders gemeint oder es ist doch nicht so wie er gesagt hat. Sind wir mal auf die Idee gekommen, dass es vielleicht einfach dran ist, dass wir Jesus voll und ganz vertrauen, auch wenn wir es absolut nicht verstehen? Dass wir auf Gott harren und vertrauen, dass er den Weg kennt? Denn wir haben die Zusage Gottes, dass er uns hört und erhört.

Ich aber will auf den HERRN schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören. Micha 7,7

Ich glaube, die grosse Herausforderung liegt darin, durch die dunkelsten, schwierigsten Zeiten hindurch auf Gott zu harren und ihm zu vertrauen. An der Verheissung festzuhalten, auch dann, wenn man schon so lange dran ist und sich endlich nach Resultaten sehnt. Oftmals sind dies die Zeiten, in denen wir uns einfach nur schwach und ausgelaugt fühlen. Wie gut zu wissen, dass Gott sich IMMER auf die Seite der Schwachen und Bedürftigen stellt. Er verlässt uns niemals. Ja mehr noch, er kämpft für uns.

Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein. 2. Mose 14,14

Vielleicht sollten wir aufhören ständig nach Gründen zu suchen oder uns zu fragen was wir bloss falsch machen. Vielleicht ist es einfach dran auf Gott zu harren und ihm zu vertrauen, dass er den Weg kennt und uns nicht in die Irre führt. Gott vertrauen, dass er uns ans Ziel bringt. Eine grosse Herausforderung, aber ich glaube auch eine grosse Befreiung.

Gott zu danken ebnet den Weg

Warum fällt es uns so schwer Gott zu danken? Oftmals bitten wir um diese und jene Dinge, aber wir vergessen völlig Gott zu danken. Psalm 50 zeigt etwas sehr Interessantes auf.

und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen. Psalm 50,15

Gott fordert uns hier auf, ihn mitten in unserer Not anzurufen. Wie oft denken wir, dass sich zuerst dieses und jenes verändern muss bevor wir zu Gott kommen können. Aber die Bibel sagt genau das Gegenteil. Wir sollen nicht mehr länger warten, sonder sofort, jetzt gleich, mitten in unserer Not zu Gott kommen und ihn anrufen. Das bedeutet, dass ich wirklich so zu Gott kommen kann wie ich gerade bin. Egal ob ich glücklich, traurig, entmutigt, lebensfroh oder was auch immer bin. Gott interessiert sich für uns. Er möchte, dass wir zu ihm kommen in unserer Not. Denn Er sagt uns zu, dass er uns erretten will. Wenn du zu Gott rufst, dann errettet Er dich. Und wir sollen Ihn preisen. Ein paar Verse weiter geht es ums Danken.

Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes. Psalm 50,23 (Luther)

Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen. Psalm 50,23 (Elberfelder)

Gott zu danken ist gewissermassen ein Opfer. Vermutlich darum, weil wir eben in jeder Lebenslage Gott danken sollen. Das braucht Überwindung und es kostet mich etwas. ABER, das ist der Weg, dass Gott mir sein Heil zeigt. Die Elberfelder Übersetzung sagt sogar, dass meine Danksagung einen Weg bahnt. Gott gefällt es, wenn ich ihm Dank bringe. Und im Endeffekt profitiere ich von meiner Danksagung Gott gegenüber. Denn durch das Dank opfern zeigt mir Gott sein Heil.

Ich glaube, dass Danksagung meinen Blick auf Gott richtet, so wie es auch sein sollte. Wenn wir anfangen Gott zu danken, dann werden die Probleme um uns winzig klein. Mit Danken ehren wir Gott. Danken macht Gott gross und die Probleme klein.

Warum also nicht mal ausprobieren was geschieht, wenn wir Gott danken? Nimm eine Situation oder ein Problem in deinem Leben für die du gerne Veränderung hättest. Dann dankst du Gott für eine Woche lang bewusst jeden Tag, dass sich deine Situation oder Problem zum Guten verändert. Dass Gott grösser und stärker ist als alles was sich gegen dich stellt. Danke Gott, dass Er auf deiner Seite steht und du Veränderung sehen wirst. Erwarte, dass etwas geschieht!